Brain in the vat
Am Ende seiner ersten Meditation diskutiert
Descartes die Annahme, irgendein
böser Geist bringe ihn dazu zu glauben, er hätte einen
Körper und Sinnesorgane, mittels derer er materielle
Außendinge wahrnehme,
obwohl dies in Wirklichkeit nichts zutrifft. Diesen bösen
Geist nennt man in der Philosophie Genius malignus.
Das brain-in-the-vat-Argument (Gehirn-im-Tank-Argument, Gehirn-im-Topf-Argument)
ist eine moderne Genius-malignus-Argumentes von
Descartes.
Es besteht - so das Argument - die Möglichkeit, dass ich kein
körperliches, von Dingen und Menschen umgebendes
Wesen bin, sondern lediglich ein Gehirn in einem Tank (brain in a vat),
das von einem an meiner umfassenden Täuschung
Vergnügen findenden Wissenschaftler stimuliert wird.
Zuerst formuliert wurde die brain-in-a-vat-Idee anscheinend, ohne
skeptische
Absicht,
von D. M. Armstrong und J. J. C. Smart. Bei G. Harman findet sich das Argument
als skeptische These. K. Lehrer liefert eine Variante mit Googols,
einer Spezies von bösen Außerirdischen.
Wenn wir die Möglichkeit einer derartigen Täuschung nicht
ausschließen können, folgt (jedenfalls nach der
Standardkonzeption von
Wissen) aus dem Brain-in-the-vat-Argument ein
umfassender Skeptizismus in bezug
auf unser Wissen von der Außenwelt.
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