Enumerative Induktion
Die enumerative Induktion ist eine Sonderform der
Induktion durch einfache
Aufzählung.
In ihr verläuft die logische Prozedur des Überganges
von den Prämissen zur Konklusion nach folgendem
Russelschen Prinzip:
- Es ist eine gewisse Anzahl von n Fällen einer
Klasse a gegeben.
- Diese n Fälle erweisen sich alle als Glieder einer
Klasse b.
- Es ist kein einziger Fall in a
bekannt, der nicht zu b gehört.
Auf dieser Grundlage kann man zwei Behauptungen aufstellen:
- bei spezieller Induktion: Es wird der auf die n Fälle
folgende Fall aus a als ein Fall aus
b angenommen;
- bei allgemeiner Induktion: Es werden alle Fälle aus
a als Fälle aus b
betrachtet.
Beide Behauptungen haben eine gewisse Wahrscheinlichkeit,
die bei Vergrößerung der Zahl n zunimmt.
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