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Kontextualismus
Als Kontextualismus bezeichnet man die Auffassung, nach der Sätze und
Normen ihrem Sinn und ihrer Geltung nach von den jeweiligen geschichtlichen
und kulturellen Kontexten abhängen, innerhalb derer sie auftreten. Da
das Regelwissen, das der Verwendung und dem Verständnis von
Äußerungen und Handlungsweisen zugrunde liegt, nur relativ zu
einer eingespielten Lebensparxis zu bestimmen sei, dürfe für nicht
transkontextuelle, universuelle Gültigkeit beansprucht werden.
Wir unterscheiden nach seiner Konsequenz den radikalen vom gemäßten
Kontextualismus und nach seinem Anwendungsbereich den
erkenntnistheoretischen Kontextualismus und den ethischen
Kontextualismus.
Konkurrenzansätze sind der
Fundamentalismus, die
Kohärenztheorien
und der Skeptizismus.
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