Lust
Lust wird die angenehme Empfindung
(im Gegensatz zum Schmerz)
oder das Gefühl der Befriedigung genannt.
Die Lust entsteht dadurch, dass ein
Streben seinem
naturgemäßen
Gegenstand in der
Wirklichkeit oder in
der Vorstellung findet.
Die geistige Befriedigung heißt
Freude.
Die Lust, die uns die sinnliche Empfindung schafft, heißt
sinnliche Lust.
Die Lust die frei von sinnlichem Reiz und deren Gegenstand
ohne
Interesse gefällt heißt ästhetische Lust.
Die teleologische Bedeutung der Lust liegt nach
Aristoteles
darin, dass sie das sachgemäße Handeln
unter Kontrolle der Verrnunft hervorrufen soll.
Der Hedonismus lehrt, dass
die Lust das höchste Gut und Ziel sittlichen Handelns sei.
Der Hedonismus ist eng mit dem
Eudämonismus
verbunden. Der Grad der Erfüllung des
Luststrebens ist das Maß für die ethische Bewertung
alles Tuns.
Anhänger des Hedonismus waren die
Kyrenaiker,
Epikur,
Helvétius
und La Mettrie.
Eine Variante des Hedonismus ist der
hedonistische
Utilitarismus (u. a. Bentham).
Nach A. Bain beruht
das Gefühl der Lust auf der Harmonie, das der Unlust
auf einem Konflikt zwischen unseren Empfindungen.
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