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Mäeutik, Sokratische Methode

Mäeutik (griech. Hebammenkunst) oder Sokratische Methode nennt man die Methode der Wahrheitsfindung von Sokrates.

Sokrates, Sohn der Hebamme Phainarete, bringt seine Gesprächspartner mit dieser Kunst, die Platon ihn im Theaitetos beschreiben lässt, zum Zweifel.

Seine Kunst unterscheidet sich von der Hebamme darin, dass sie den Männern Hilfe leistet und nicht den Frauen, den Seelen und nicht den Körpern. Sie ist in der Lage Falsches von Echtem zu unterscheiden. Mit seiner Kunst kann er nichts von Weisheit gebären, nichts von Weisheit erzeugen.

Die Kunst darin bestand, dass; Sokrates mit Hilfe geschickt gestellter Fragen und der erhaltenen Antworten den Gesprächspartner zu wahrem Wissen führte.

Im einzelnen unterscheidet man drei Methoden:

  1. Die Methode der Ironie besteht darin, den Gesprächspartner in Widersprüche zu verwickeln und folglich in Nichtwissen.
  2. Die Methode der Induktion verlangt von einzelnen Beispielen aus dem alltäglichen Leben, zu allgemeinen Beispielen aufzusteigen.
  3. Die Methode der Definition verlangt ein allmähliches Aufsteigen zur Korrekten Begriffsdefinition aus vorläufigen Ausgangsdefinitionen.
Literatur:
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