PhilLex - Lexikon der Philosophie
   
Board-Icon Begriffe
a - Axiom
Badische Schule - Buridians Esel
C - covering-law model
Daimonion - Dysteleologie
e - externe Relation
fallacia - Für-Wahr-Halten
G43-Implikation - Gruppe, Berliner
Halbierungsparadoxie - Hysteresis
i - Isosthenie der Argumente
judicium
K - Kyrieuon
language of thought - Lust, sinnliche
M - Münchhausentrilemma
N - nyāya-Schule
o - Oxymoron
P - Pythagoreismus
Quadrat, logisches - Quodlibetarier
R - Russell's Antinomie
S - Szientismus
t. - twin earth
Übel - utraque praemissa ...
Vagheit - Vulgärmaterialismus
w - Würde
x - XYZ
Yager-Intersection - Yoga
Zadeh-1-Implikation - Zynismus
Board-Icon Diskussion
 PhilTalk Philosophieforen
Buch-Icon Andere Lexika
Buch-Iconphilosophenlexikon.de
Buch-IconLexikon der griechischen Mythologie
Buch-Icon PhiloThek
Buch-Icon Bibliothek der Klassiker
Buch-Icon Zeitschriftenlesesaal
Buch-Icon Nachschlagewerke
Info-Icon Allgemeine Information
Info-Icon Dokumentenlieferdienste
Spiele-Icon Spiele
  Philosophisches Galgenraten
WWW-Suche-Icon PhilSearch.de
Einkaufswagen-Icon Shops
Einkaufswagen-Icon PhiloShop
Einkaufswagen-Icon PhiloShirt
Board-Icon Service
  Philosophie-Zitate für Ihre HomePage
Board-Icon Kontakt
  Impressum
 eMail

Satz vom zureichenden Grunde

Satz vom zureichenden Grunde (lat. lex rationis determinantis sive sufficientis) oder Prinzip vom zureichenden Grunde ist einer der vier Hauptsätze der klassischen formalen Logik. Diesem Satz zufolge muß jeder wahre Gedanke durch einen anderen Gedanken begründet werden, dessen Wahrheit bewiesen ist.

Schon Leukipp und Demokrit kannten den Satz vom zureichenden Grunde.Sie sagten: Kein Ding entsteht ohne Ursache, alles entstehtaus irgendeinem Grunde und mit Notwendigkeit.

Demokrit interpretiert den Satz vom zureichenden Grunde ontologisch:

"Nichts geschieht ohne Ursache, sondern alles hat einen zureichenden Grund."

Er sagt auch:

"Nicht ein Ding entsteht ohne Ursache, sondern alles entsteht aus irgendeinem Grund und mit Notwendigkeit."

Die Entdeckung des Satzes vom zureichenden Grunde wird gewöhnlich Leibniz zugeschrieben.

Leibniz formulierte: "Im Sinne des zureichenden Grundes [raison suffisante] finden wir, dass keineTatsache als wahr oder existierend und keine Aussage als wahr betrachtet werden kann, ohne dass ein zureichender Grund vorhanden wäre, warum es so ist und nicht anders ..." [1]

Den Satz vom zureichenden Grunde betrachtete Leibniz als Prinzip aller Erfahrungswahrheiten, im Unterschied zum Satz vom Widerspruch, der von ihm als Prinzip aller Wahrheiten des Verstandes interpretiert wurde.

Der Satz des zureichenden Grundes hat seine ontologische Entsprechung im Satz des Grundes.

[1] Leibniz, G. W.: Monadologie, § 33, Nr. 32

powered by Uwe Wiedemann