PhilLex - Lexikon der Philosophie
   
Board-Icon Begriffe
a - Axiom
Badische Schule - Buridians Esel
C - covering-law model
Daimonion - Dysteleologie
e - externe Relation
fallacia - Für-Wahr-Halten
G43-Implikation - Gruppe, Berliner
Halbierungsparadoxie - Hysteresis
i - Isosthenie der Argumente
judicium
K - Kyrieuon
language of thought - Lust, sinnliche
M - Münchhausentrilemma
N - nyāya-Schule
o - Oxymoron
P - Pythagoreismus
Quadrat, logisches - Quodlibetarier
R - Russell's Antinomie
S - Szientismus
t. - twin earth
Übel - utraque praemissa ...
Vagheit - Vulgärmaterialismus
w - Würde
x - XYZ
Yager-Intersection - Yoga
Zadeh-1-Implikation - Zynismus
Board-Icon Diskussion
 PhilTalk Philosophieforen
Buch-Icon Andere Lexika
Buch-Iconphilosophenlexikon.de
Buch-IconLexikon der griechischen Mythologie
Buch-Icon PhiloThek
Buch-Icon Bibliothek der Klassiker
Buch-Icon Zeitschriftenlesesaal
Buch-Icon Nachschlagewerke
Info-Icon Allgemeine Information
Info-Icon Dokumentenlieferdienste
Spiele-Icon Spiele
  Philosophisches Galgenraten
WWW-Suche-Icon PhilSearch.de
Einkaufswagen-Icon Shops
Einkaufswagen-Icon PhiloShop
Einkaufswagen-Icon PhiloShirt
Board-Icon Service
  Philosophie-Zitate für Ihre HomePage
Board-Icon Kontakt
  Impressum
 eMail

Sorites-Paradox, Haufen-Argument

Dieses zur Gruppe der Slippery-slope-Argumente gehörende Paradox ist eines der Paradoxa des Eubulides aus Milet. Es findet sich auch bei Eukleides von Megara.

Eukleides von Megara formulierte das Paradox wie folgt:

Wenn fünfzig Körner einen Haufen bilden, dann auch neunundvierzig; wenn neunundvierzig, dann auch achtundvierzig. Setzen wir dieses Verfahren fort, so kommen wir zu der absurden Folgerung, dass zwei Körner einen Haufen bilden.

Nach Aristoteles geht das Haufen-Argument auf Zenon von Elea zurück [Aristoteles, Physik H 5, 250a 19f.].

Die Erkenntnis, dass diese Frage nicht eindeutig beantwortet werden kann, führte in die megarischen Schule dicht an die Dialektik von Kontinuität und Diskontinuität in der Begriffsbildung heran.

Da aber die Megariker Begriffe lediglich auf das Unveränderliche in den Erscheinungen bezogen, folgerten sie aus der mangelnden Eindeutigkeit von Begriffsbestimmungen auf die Nichtexistenz von realer Bewegung und Entwicklung.

Eine andere Version des Argumentes besagt, dass ein fallender Kornhaufen kein Geräuch machen kann, da der Haufen aus lauter Körner besteht, die einzeln genommen lautlos zu Boden fallen [Aristoteles, Physik H 5, 250 b 20].

powered by Uwe Wiedemann