Vedanta
Die Vedanta-Philosophie betrachtet das empirische
Wissen als
Nichtwissen. Dem wahren
Wissen enthüllt sich die Vielheit der Dinge und
Individuen als Schein, als Illusion (Schleier der Maja).
In Wahrheit existiert
nur das Eine, das göttliche Allwesen, das
Brahman. Die Welt ist nichtig, wesenlos (Akosmismus),
keinesfalls eine Emanation des Göttlichen.
Das Brahman ist ewiges, unwandelbares, reines Sein,
übersinnlich, immateriell.
Die Körperwelt ist ebenso Schein wie die Welt der
einzelnen Ichs,
die nur in der Erscheinung verschieden,
an sich aber eins, das göttliche Selbst (Atman)
sind. Es wird also ein monistischer Pantheismus
gelehrt.
Höchstes Ziel ist die, alle Seelenwanderung,
alle Wiedergeburt (mit den Folgen des früheren Le-
bens, dem Karma) aufhebende Einswerdung mit
dem Einen.
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